Was ein Hund braucht…!
… und was Sie ihm geben können!

Ein Hund braucht vor allem ein Umfeld, in dem seine Bedürfnisse gesehen und gestillt werden. Zuwendung und Führung durch Herrchen und oder Frauchen zeigen ihm, dass er einen guten und sicheren Platz in seinem „Rudel“ hat. Ist außerdem für seine körperliche Gesundheit gesorgt, wird der Hund ein zufriedener und treuer Begleiter an Ihrer Seite sein.

Für die Ausgeglichenheit und Gesundheit eines Hundes ist regelmäßige und ausreichende Bewegung wichtig. Hunde lieben es, wenn sie viel Zeit in der Natur verbringen und dort bestenfalls auch mit Artgenossen zusammen kommen. Solche Kontakte sind förderlich, weil ein Hund dabei lernt, sich einzuordnen und anderen Hunden dadurch entspannt begegnen kann. Außerdem können sich Hunde untereinander im Spiel sehr gut zusammen austoben. Das kann kein Stöckchenwerfen von Herrchen oder Frauchen toppen.

Entscheidend für die Gesundheit des Hundes ist aber auch, dass er die Möglichkeit hat, sich zurückzuziehen und auszuruhen. Deshalb sollte Ihr Hund einen Ort haben, an dem er sich entspannen kann und wo er nicht gestört wird. Ob das eine Decke, ein Korb oder ein Hundesofa ist, spielt keine große Rolle. Hauptsache Ihr Hund legt sich dort gern ab und die Menschen respektieren diese Ruhezone.

Spielend erziehen!? Welche Möglichkeiten es gibt.

Es ist für alle Beteiligten eine Bereicherung, wenn ein Hund gut erzogen ist. Denn nur so können Sie den Hund entspannt und frei um sich herum laufen lassen und ihn überall mit hinnehmen. Ein gut erzogener Hund genießt es, dass er auch ohne Leine überall schnüffeln und laufen kann, weil er „hört“ und deshalb keine Leine benötigt. Das gilt natürlich außer im heimischen Garten nur außerhalb der Schonzeit und dort, wo keine Leinenpflicht herrscht. Doch es braucht Konsequenz und Ausdauer, um dieses Ziel zu erreichen und für das ganze Hundeleben zu erhalten.

Junge Hunde lernen besonders schnell. Aber auch ältere Hunden lernen noch Neues, wenn sie einen Gewinn darin erkennen. Loben Sie kleine Erfolge ausgiebig, motiviert es den Hund, sein Verhalten zu wiederholen.

Erziehung ist deshalb gar nicht so anstrengend, wie manch einer befürchtet. Denn viele Fähigkeiten erwirbt der Hund im Spiel mit Herrchen oder Frauchen. Und wenn er beim Lernen Spaß hat, macht er gern mit und freut sich auf die nächste Übungseinheit.

Wenn Sie mit Hundeerziehung noch wenig Erfahrung haben, schauen Sie sich nach bewährten Ratgebern oder einer Hundeschule um. Dort können Sie nicht nur mit Welpen, sondern auch mit einem bereits erwachsenen Hund hingehen. Für Erziehung ist es nie zu spät!

Besondere Ausbildungen?

Sie haben die Möglichkeit, sich voll und ganz dem Hund an ihrer Seite zu widmen? Ein gelehriger Hund, der gern Aufgaben bekommt wird es Ihnen danken, wenn Sie Ihre ganze Aufmerksamkeit auf seine Entwicklung und Förderung richten. Vielleicht haben Sie sogar Interesse, eine Ausbildung als Such-, Rettungs-, Hüte- oder Begleithund mit ihm zu machen oder ihn für die Jagd auszubilden? All diese speziellen Vorhaben erfordern, dass Sie eine Rasse oder einen Mischling haben, dessen Anlagen zu Ihrem Vorhaben passen. Stellen Sie Ihren Hund gern bei einem Ausbilder vor und informieren Sie sich, ob Sie für so eine Spezialausbildung das richtige Team wären.

Muss man seinen Hund ausbilden?

Erziehen ja, speziell ausbilden nein. Ihr Hund freut sich auch, wenn Sie einfach mit ihm durch die Wiesen, Wälder oder Berge streifen, ihn schwimmen lassen oder apportieren. Ausgiebig spielen und streicheln bindet sie emotional stark miteinander und eine klare Führung zeigt ihm, dass Sie die entscheidende Figur in seinem Leben sind. Ein gutes Gefühl für beide. Denn Hunde brauchen als Rudeltiere einen Anführer, auf den sie sich verlassen können!

Wieviel Aktion braucht ein Hund?

Jeder Hund ist einzigartig. Was dem eigenen Hund wirklich Spaß macht und gut tut, kann für einen anderen ganz unpassend sein. Deshalb muss jeder Hundebesitzer erst selber herausfinden, wie groß das Bedürfnis seines Hundes nach Aktivität ist und wie es sich im Laufe des Hundelebens verändert.

Das richtige Maß!

Tasten Sie sich langsam ran, um für Ihren Hund das richtige Maß zwischen Langeweile und Überforderung zu finden. Geben Sie nicht gleich Vollgas und lassen Sie Fahrrad, Inliner oder ähnliches bei Ihren Ausflügen mit dem Hund anfangs zu Hause. Er muss für Ausflüge dieser Art erst seine Ausdauer trainiert haben und weitgehend ausgewachsen sein. Verlängern Sie stattdessen zum Beispiel nach und nach die Spaziergänge, bevor sie vielleicht mit ihm Joggen gehen.

Signale des Hundes erkennen!

Achten Sie während und nach einer Unternehmung im Freien darauf, wie der Hund auf Sie wirkt. Ist er noch neugierig und quirlig und wedelt nach seiner Rückkehr immer noch auffordernd mit seiner Rute? Dann war es okay und darf beim nächsten Ausflug auch ein Tick mehr sein. Sollte Ihr Hund aber hinterherhängen oder sich gar unterwegs einfach hinlegen und ist er anschließen völlig kaputt? Dann war es zu viel des Guten und Ihr Vierbeiner braucht ein ruhigeres Programm. Die Signale Ihres Hundes sagen Ihnen, was ihm gut tut. Wie bei Babys braucht es ein bisschen Zeit, bis man die Signale richtig lesen kann.

Langeweile bei Hunden!

Unterforderte Hunde langweilen sich schnell. Das drückt sich dann meistens in ungewollten Verhaltensweisen aus. Sie wuseln nervös rum, hören schlecht oder gar nicht mehr, nagen Dinge an, machen in die Wohnung oder werden aggressiv. Damit drücken gelangweilte oder vernachlässigte Hunde ihre Unzufriedenheit aus, an der sie selber nichts ändern können und die sie nicht verursacht haben. Wenn Sie versehentlich versäumt haben, sich genügend um die Bedürfnisse Ihres Hundes zu kümmern, versuchen Sie sich ihm wieder vermehrt zuzuwenden.

Körperliche Überforderung!

Eine Überforderung durch zu viel Bewegung kann dem Hund körperlich schaden. Stress führ nicht selten zu neurotischen Verhalten beim Hund oder auch körperlichen Symptomen wie Appetitlosigkeit oder Haarausfall. Deshalb ist ein ausgeglichener und regelmäßiger Tagesablauf für einen Hund wünschenswert.

Veränderungen sehen!

Im Alter verändert sich der Bewegungsbedarf und der Hund sucht mehr Erholungsphasen. Deshalb bedenken Sie, dass sich bei dem älteren Hund der Proteinbedarf verändert. Er braucht weniger und qualitativ hochwertiges Fleisch, das für seinen empfindlichen Magen besonders gut zu verwerten ist.

Körperlich fit! Was alles dazu gehört!
Gutes Futter!

Für ein langes Hundeleben ist die Qualität des Hundefutters entscheidend. Der wichtigste Baustein guter Hundenahrung sind Proteine. Und die sind in besonders bekömmlicher Weise in Muskelfleisch und Innereien enthalten.

Tiermehle hingegen sind meist minderwertig und werden von einigen Herstellern aus Kostengründen dem Futter beigemengt. Dasselbe passiert mit Getreide in Hundefutter, welches dem Hund zwar nicht unbedingt schadet aber auch nicht wirklich nützt. Es ist wie Tiermehl eine Art billiger Füllstoff, um viel Futter für wenig Geld anbieten zu können. Den Bedürfnissen eines Hundes wird dieses Futter aber nicht wirklich gerecht.

Wunschfutter ist der einzige Hersteller von extrudiertem Trockenfutter, der ganz auf unnötige Füllstoffe verzichtet und nur frisches Fleisch (Muskelfleisch und Innereien), Fisch, Gemüse, Obst und gesunde Öle verwendet.

So bekommt Ihr Hund mit Wunschfutter nur hochwertige Inhaltsstoffe, die er für den Aufbau von Muskeln und Knochen und als Energielieferant am besten verwerten kann.

Ein Hund hat während seines Lebens einen unterschiedlichen Energiebedarf. Da ist es sinnvoll, wenn Sie ein Futter auswählen, das diesem Umstand gerecht wird. Bei Wunschfutter ist das möglich, weil Sie bei jeder Bestellung den Proteingehalt und weitere Zutaten variieren können. So bringen Sie Abwechslung ins Spiel und können bei gleichbleibender Qualität flexibel auf eine sich verändernden Protein- und Energiebedarf reagieren.

Regelmäßige Pflege!

Machen sie am besten wöchentlich selber einen Mini-Gesundheitscheck bei Ihrem Vierbeiner. Dabei überprüfen Sie die Zähne, Ohren, Pfoten und das Fell auf Verletzungen, Verschmutzungen und Ungeziefer. Das lässt sich fast wie nebenbei machen, wenn Sie den Hund einmal ausgiebig durchstreicheln und hier und dort genauer hinschauen oder hinfühlen. Das Absuchen auf Zecken empfiehlt sich nach jedem Spaziergang. Kämmen oder bürsten Sie Ihren Hund, wenn er sonst zu Verfilzungen neigt. Sein Fell wird dadurch glänzender und fällt schöner.

Ein regelmäßiger Gesundheitscheck beim Tierarzt ist wichtig. Denn ein Fachmann achtet noch mal auf ganz andere Dinge, als es Herrchen oder Frauchen beim täglichen Blick auf den Hund tun. Beim Tierarzt wird außerdem auf die Einhaltung der regelmäßigen Impftermine und die Auffrischungsimpfungen geachtet. Ein wichtiger Baustein für die Gesunderhaltung Ihres Hundes.

Reisen? Unnötigen Stress vermeiden!

Was Reisen betrifft, sind die für den Menschen oft mit mehr Entspannung verbunden, als für den Hund. Klimaveränderungen oder einfach nur Hitze machen einigen Hunden richtig zu schaffen. Und lange Fahrten oder Flüge sind ebenfalls grundsätzlich eher stressig für Hunde.

Große Hunde müssen in der Transportbox mitfliegen - weit weg von Herrchen und Frauchen im Laderaum. Kleine sind in der Hundetasche ebenfalls für die Zeit des Fluges in ihrer Bewegung eingeschränkt, selbst wenn Sie sie mit in den Passagierraum nehmen können.

Achten Sie darauf, dass der Hund bei Fernreisen rechtzeitig vor Reiseantritt die im Ankunftsland geforderten Impfungen bekommen hat und dass Sie Impfausweis und Hundepass dabei haben. Sonst kann es bei Hin- oder Rückreise an der Grenze bei Korntrollen Probleme geben.

Ein Dog-Sitter oder ein gutes Hundehotel sind eine Möglichkeit, dem Tier unnötigen Stress zu ersparen und selbst entspannt zu reisen.

Der Hund in der Familie!

Jeder Hund braucht einen Rudelführer. Bei Ihnen zuhause bedeutet das: Er braucht eine Person, der er sich unterordnen kann und die ihn erzieht. Im Normalfall ist das der Erwachsene der Familie, der den Löwenanteil der Erziehung übernimmt und das Futter zuteilt.

Kinder als Herrchen und Frauchen?

Kinder müssen oftmals erst kennen lernen, was es bedeutet, einen Hund zu haben und sich um ihn zu kümmern. Wie sehr sie in den Ablauf mit dem Hund einbezogen werden können, hängt unter anderem von ihrem Alter, ihrem Pflichtbewusstsein und letztlich auch der körperlichen Stärke ab.

Erst ab dem Jugendalter kann man wirklich genug Umsicht und Verantwortungsgefühl von einem Kind erwarten, um es in einen sicheren und geregelten Alltag und alle damit verbundenen Pflichten mit dem Hund verbindlich einzubeziehen. Begleiten Sie Ihr Kind, um es an diese Aufgabe heranzuführen.

Ältere Kinder und Hunde!

Gehen Sie nicht vorschnell davon aus, dass Sie Ihrem Kind wirklich einen Teil der Pflichten übertragen können, die mit der Anschaffung eines Hundes verbunden sind. Fragen sie sich zum Beispiel: Kann das Kind den Hund im Ernstfall halten? Weiß es, worauf es im Straßenverkehr mit einem Hund achten muss? Was, wenn unser Hund von einem anderen Hund angegriffen wird, wenn die Kinder mit ihm draußen sind? Solche Erlebnisse können traumatisch und außerdem richtig gefährlich sein.

Ist ein Kind mit einem Hund überfordert, macht es Kind und Hund unglücklich. Im Zweifel muss Ihnen deshalb immer klar sein, dass Sie als Erwachsene die Hauptpersonen sind, die für das Wohlergehen des Hundes verantwortlich sind. Kinder müssen in solche Aufgaben erst hineinwachsen.

Kleinkinder und Hunde!

Wenn Sie Ihrem Kind eindeutig vermitteln, dass ein Hund seine eigenen Bedürfnisse nach Ruhe, Schlaf, Futter und Auslauf hat und dass er mit Respekt behandelt werden muss, stellen Sie entscheidende Weichen für den Familienfrieden mit Hund. Denn der Hund wird seinen Platz im Familienrudel nur dann gern einnehmen, wenn er anerkannt, gut behandelt und respektiert wird.

Deshalb sollte auch schon für die Jüngsten klar sein, dass das Körbchen nur dem Hund gehört, dass er kein Spielzeug ist, das man überall hinschleppen kann und mit ihm nicht machen kann, was man will. Darüber hinaus kann es auch eine Aufgabe werden, zu vermitteln, dass auch ein Kind mal warten muss, wenn der Hund an der Reihe ist rauszugehen oder zu fressen und gestreichelt zu werden.

Es erscheint vielleicht streng. Aber wie für Hunde gilt auch für Kinder: Wenn Sie unmissverständlich klar machen, welche Regeln es für den Umgang mit dem Hund gibt, ist diese Eindeutigkeit für alle eine gute Orientierung.

Kinder altersgerecht einbeziehen!

Bedenken Sie, dass Kinder gebraucht und einbezogen werden wollen. Sie können vielleicht noch nicht allein mit dem Hund rausgehen. Aber den Hund kämmen, ihn Streicheln oder das Futter in den Napf tun, können auch schon Kleinkinder. Frisches Wasser machen oder das Körbchen in Ordnung bringen ist auch eine wichtige Aufgabe. Ihn belohnen, wenn er etwas gut gemacht hat lieben Kinder jeden Alters. So kann jedes Kind dem Hund seine Zuneigung zeigen und die Bindung zu ihm vertiefen, auch wenn das Gros der „Arbeit“ mit dem Hund bei den Erwachsenen bleibt.

Hund und Familie! Ist das nicht zu viel?

Ein Familienhund kann eine große Bereicherung für Kinder sein. Denn sie bekommen einen treuen Freund, dem sie manches anvertrauen können, der über sie wacht und der sich immer über ihr Erscheinen und ihre Zuwendung freut. Das hat eine stärkende Funktion für ein Kind, die nicht zu unterschätzen ist. Wenn alle bereit sind, ein bisschen mitzumachen und hin und wieder zu Gunsten des Hundes selber zurückzunehmen, steht Ihnen eine schöne Zeit mit Hund und Familie bevor.